Prostitution
Wo endet die Autonomie und wo beginnt die Ausbeutung?
Impulsanlass
Samstag, 27. Juni 2026, 10.00 Uhr (Türöffnung 9.30 Uhr)
Kulturhaus Helferei-Kapelle, Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintritt: 10.- bis 35.- CHF
Tagesleitung und Moderation durch Charlotte Meisner
Prostitution ist in der Schweiz legal.
Doch hinter der Fassade zeigen sich Realitäten, die unsere gesellschaftlichen Werte von Freiheit und Gleichberechtigung herausfordern.
Vorträge
Was führt Frauen in die Prostitution und was wissen wir über ihre biographischen Verläufe
Esther Hossmann, Präsidentin Verein Parparim, Bern
Sie engagiert sich für Menschen im Rotlicht Milieu. Gemeinsam mit ihrem Team bietet sie emotionale Begleitung und praktische Hilfe an, um Betroffenen neue Perspektiven und Wertschätzung zu vermitteln.
Körperliche Schäden von Frauen in der Prostitution
Liane Bissinger, Gynäkologin, München
Seit über 25 Jahren Erfahrung mit Frauen in der Prostitution durch medizinische Betreuung, aufsuchende Arbeit und theoretische Beschäftigung. Sie arbeitete in Hamburg, München und derzeit im Team des Projekts „aufsuchende Arbeit in der Prostitution“ in Wiesbaden.
Bericht über ein Leben in der Prostitution
Graziella Vespucci, Überlebende, Zürich
Als ehemalige Betroffene von Prostitution erlebte sie Gewalt, Zwang und Ausbeutung. Heute klärt sie z.B. an Schulen auf, was Prostitution ist.
Die Kirche und ihre vorrangige Option für die in der Gesellschaft Verletzlichsten
Esther Gisler Fischer, feministische Theologin und Ethnologin, Zürich
Seit ihrem Studium der Theologie, Ethnologie und Religionswissenschaften mit Schwerpunkt Islam beschäftigt sie sich mit kontextuellen Theologien aus Frauensicht, der Rolle von Frauen in religiösen und kulturellen Traditionen und Konzepten vom „guten Leben”.
Hilfe im Herkunftsland und die schwierige Rückkehr
Christoph Kaufmann, NGO Perspective EST, Schweiz/Rumänien
Die 2022 in der Schweiz und 2025 in Rumänien gegründete NGO bietet Menschen in Ost- und Südosteuropa ganzheitliche Hilfe und neue Perspektiven. Er lebt in Rumänien und kennt die Mechanismen sowie wirtschaftlichen Abhängigkeiten hinter dem Sexmarkt. Er bringt seine internationale Perspektive zur Prävention und zum Schutz vulnerabler Personen ein. Zudem ist er Co-Leiter des European Freedom Network (EFN) und Europa-Vertreter im World Freedom Network (WFN).
Warum der Ausstieg so herausfordernd ist
Jael Schwendimann, operative Leiterin von Heartwings, Zürich
Mit der tiefen Überzeugung, dass Veränderung möglich ist – “Change is possible”, setzt sich Heartwings für Frauen in der Prostitution ein.
Mit “Employment for Freedom” haben sie ein nachhaltiges Ausstiegsprogramm entwickelt.
Die besten Wege für Schutz und Unterstützung
Podiumsdiskussion durch End Demand Switzerland, NGO, Schweiz
EDS setzt sich ein für die Bekämpfung von Menschenhandel zwecks sexueller Ausbeutung mit Fokus auf die Nachfrage von Prostitution. Sie haben zu diesem Thema eine Reihe von Schattenberichten für internationale Gremien wie die UNO, den Europarat und das US-Aussenministerium verfasst.
Organisatoren